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  Newsletter Ausage Nr 9 - November 2011  
 

Inhalt

PHYSIOTHERAPIE      Das Phänomen des `Heilenden Feldes´

LOGOPÄDIE      Traditionelle Kinderlieder neu entdeckt

ERGOTHERAPIE      Singen im Alter

FRAGE DES MONATS      Was ist ein Heilendes Feld?

VERANSTALTUNGSTIPP     Zugang zum `Heilenden Feld´

 
     

 

 
 

 

 

 

Vertrauen fördert die Selbstheilung.

   Aus der Physiotherapie-Praxis

Das Phänomen des `Heilenden Feldes´

Vertrauen fördert die Selbstheilung.

Ein Interview mit Physiotherapeutin Celina Wonneberger

Das `Heilende Feld´ ist ein noch wenig bekannter Begriff. Er umschreibt einen Raum des Vertrauens, in dem Gesundheit nicht erkämpft werden muss, sondern geschehen kann, einen Raum, der die Selbstheilungskräfte aktiviert. „Das Heilende Feld steht immer zur Verfügung“ , berichtet die leitende Physiotherapeutin Celina Wonneberger. Im Interview mit Redakteurin Irisa S. Abouzari erläutert sie, wie sie ihren Patienten den Zugang zur Wahrnehmung und Wirkung der eigenen Heilkraft ebnet. (ISA)

 

 
 
 
 

 

Vertrauen: Das Heilmittel Nummer 1.

 
 
 






 

Ja-Sagen ebnet den Weg zum Heilungsprozess.

ISA: Was macht für Sie den Therapieerfolg aus?
C. W.: Neben vielen wirksamen Techniken, die in der Aus- und Fortbildung erlernt werden, liegt in meinem Verständnis der Dreh- und Angelpunkt für den Therapieerfolg in der Begegnung zwischen Therapeut und Patient: Gehen diese achtungsvoll und wertschätzend miteinander um, ist die Atmosphäre entspannt, was sich oft schon günstig auf die angespannte Muskulatur des Patienten auswirkt.

Begegne ich dem Patienten in einer akzeptierenden Haltung, kann dieser sich eher seinen eigenen Problemen und Beschwerden zuwenden und lernen, mit diesen umzugehen. Wenn jahrelanges Durchhalten die Ursache für eine Schulter-Nacken-Verspannung ist, zeigt sich beispielsweise Wut darüber, so lange stillgehalten zu haben. Diese Erkenntnis kann der Patient nutzen, wenn er sich wieder in einer ähnlichen Situation mit vergleichbaren Beschwerden befindet.

ISA: Was verstehen Sie unter einem Heilenden Feld?
C. W.: Lassen Sie mich ein Beispiel aus meinem Praxisalltag bringen: Ein Schlaganfall-Patient, der seine Sprache verloren hatte, haderte damit, sich nicht mehr verständlich ausdrücken zu können. Im Laufe mehrerer Therapiesitzungen konnte er sich selbst immer mehr annehmen. Darüber fand er nach und nach seine Sprache wieder.

ISA: Woran merken Patienten, dass ihr Heilendes Feld wirkt?
C. W.: Bei den meisten Patienten stellt sich ein `Wohlfühlen´ ein. Dieses Wohlfühlen ist unabhängig davon, ob alle Lösungen für die eigene Situation gefunden sind. Andere fühlen sich in Frieden oder spüren innere Ruhe oder Gelassenheit. Der Patient lernt, sich - auch mit all seinen Beschwerden - selbst nahe zu sein, und kann sich unabhängig von der aktuellen Situation immer mehr annehmen. Es findet ein Ja-Sagen zu sich selbst statt, worauf sich Widerstände lösen und die Selbstheilungskräfte ihre Wirkung entfalten können.

ISA: Wie vermitteln Sie Ihren Patienten den Zugang zu diesen Selbstheilungskräften?
C. W.: Das bewusste Hinspüren in die Beschwerden und die Nutzung der eigenen Sinne helfen, sich selbst und die Funktionen des Körpers besser kennenzulernen und auch bei Bewegungseinschränkungen unter der Schmerzgrenze zu bleiben. Mit dem wachsenden Vertrauen darauf, dass die Bewegung schmerzfrei bleibt, entspannen sich die Muskeln, das Körperempfinden wird stärker und die jedem Menschen innewohnende Selbstregulierungskraft kommt wieder zum Einsatz.

 
     
 

So wecken Sie Ihre Lebensgeister:

  • Nehmen Sie sich täglich etwas Zeit, Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper zu richten. Nutzen Sie dazu Ihre Sinne und lassen Sie sich überraschen.
  • Wenn Sie gerne in der Natur sind: Gönnen Sie sich einen Spaziergang, spüren Sie, wie Sie ein Bein vor das andere setzen, wie die Füße den Boden berühren, lassen Sie Ihre Schultern los, entspannen Sie bewusst den Unterkiefer.
 
   

 

 

 
 
 
 

 

Singen: Sprachtherapie
mit Spaßfaktor.

   Aus der Logopädie-Praxis

Traditionelle Kinderlieder neu entdeckt:

Singen: Sprachtherapie mit Spaßfaktor.

Wie altes Liedgut die Sprachkompetenz schulen kann

Und sie singen noch immer: Volksweisen wie `Der Kuckuck und der Esel´...haben es mit ihren eingängigen Melodien, spannenden Geschichten und ihrem spielerischen Sprachgebrauch bis ins 21. Jahrhundert geschafft. Auch in der modernen Sprachtherapie leisten sie treue Dienste: Marion Morfis, Leiterin des Bereichs Logopädie im Gesundheitszentrum, setzt die Evergreens zur Förderung der phonologischen Bewusstheit, der Merkfähigkeit und der emotionalen Stabilität ihrer kleinen Patienten ein. (ISA)

 

 
 

 

Kuckuck, Kuckuck, I-A, I-A:  wiederholte Lautmalerei.

„Mama, Mama, die kennt sogar unser Kindergartenlied!“, rufen Kinder fröhlich nach ihrer ersten Logopädiestunde aus. Gemeinsam zu singen stärkt das Vertrauen im Therapieprozess und Klassiker wie `Alle meine Entchen´, `Der Kuckuck und der Esel´, oder `Auf der Mauer, auf der Lauer´ stehen bei den Kleinen noch immer hoch im Kurs.

„Diese Lieder fördern die phonologische Bewusstheit und den kreativen Sprachgebrauch", erklärt Diplom-Pädagogin Marion Morfis die Beliebtheit der alten Hits bei den Kids, „denn sie haben eine bildhafte Sprache, Reime, Wiederholungen und Lautmalereien, eine einfache Reim- und Silbenstruktur und einen eingängigen Rhythmus.“

Kinder können sich Übungen leichter merken, die in ein Lied eingebettet sind, da so beim Lernprozess die rechte emotionale, `kreative´ Gehirnhälfte mit angesprochen wird: „Wenn das Kind ein Lied schnalzen und pfeifen soll, führt es die Übung mit Begeisterung bis zum Ende durch", beobachtet Marion Morfis.

Familien mit Migrationshintergrund empfiehlt die Sprachtherapeutin, wieder Lieder aus der Heimat zu singen: „Die gelebte Liebe zur Muttersprache stärkt auch die phonologische Bewusstheit in Bezug auf die deutsche Sprache.“

Auch Körperübungen mit behinderten Patienten begleitet Marion Morfis mit Liedern: „Die Kinder erkennen die Melodie wieder, wissen, welche Übung nun folgt, und öffnen sich für die damit verbundene Berührung.“

Sogar die persönliche Entwicklung erfährt Impulse: Kinder, die den Klang der eigenen Stimme hören, werden oft ruhiger, angstfreier und selbstbewusster. (ISA)

 
   

 

 

 

 

 
 

Alte Melodien wecken oft geliebte Erinnerungen.

   Aus der Ergotherapie-Praxis

Singen im Alter:

 Alte Melodien wecken oft geliebte Erinnerungen.

Mit unvergessenen Liedern neuronale Netze anfeuern

Singen verbinden die meisten Menschen mit angenehmen Gefühlen und Erinnerungen. Die leitende Ergotherapeutin Maria Haenel und Mitarbeiterin Bettina Theisel setzen Volkslieder bei der Therapie mit älteren Patienten ein. Der Erfolg im Praxisalltag spricht für sich: Gesang kurbelt die Denkfunktionen an, stärkt die Motivation und hebt die Stimmung. (ISA)

 





 

Singen weckt die Lebensfreude.

 

Dass Singen entspannt und die Stimmung hebt, ist den meisten Menschen aus eigener Erfahrung bekannt. Auch Studien bestätigen, dass Gesang die Produktion von Glückshormonen ankurbelt. Ein Phänomen, das die leitende Ergotherapeutin Maria Haenel und Mitarbeiterin Bettina Theisel mit Erfolg nutzen, zum Beispiel bei Patienten mit der Diagnose Demenz.

„Viele ältere Menschen werden traurig, wenn ihnen beim Hirnleistungstraining oder bei einer handwerklichen Übung bewusst wird, dass ihnen etwas nicht mehr leicht fällt“, beobachtet Maria Haenel. Die Vibrationen der eigenen Stimme regen die Empfindungsfähigkeit an, viele Patienten fühlen sich lebendiger und sind motivierter.

Da Melodien aus der Kindheit und Jugend besonders lange im Gedächtnis bleiben, beschert das Singen den Patienten wichtige Erfolgserlebnisse: „Sie freuen sich auch einfach darüber, dass es noch vieles gibt, woran sie sie sich erinnern,“, so Maria Haenel.

Singen stärkt wegen der tieferen Atmung auch die Durchblutung des Gehirns und aktiviert neuronale Verbindungen. Mit den alten Volksliedern werden bei den Patienten oft weitere freudige Erinnerungen wachgerüttelt: „Zum Beispiel erzählen sie dann von ihrer ersten Liebe oder von anderen erfreulichen Erlebnissen“, berichtet Maria Haenel.

Auch die für demente Menschen oft typische Unruhe und der unkontrollierte Ausdruck von Emotionen, zum Beispiel von Wut, können nach Maria Haenels Erfahrung mit Gesang ausgeglichen werden: „Das Herz wird berührt, viele Patienten kommen zu sich und es entstehen Momente der stillen Zufriedenheit.“ (ISA)

 
   
 

   Frage des Monats

Was ist ein Heilendes Feld?

 
   

 

 

 

 

 

Selbstannahme: ein Zugang zur persönlichen Entfaltung.

 

   Der Veranstaltungstipp

`Wohlfühlen´: Ein Zugang zum `Heilenden Feld´

Selbstannahme: ein Zugang zur persönlichen Entfaltung.

Info-Abend am 25.11. mit Celina Wonneberger

Nicht nur in der Physiotherapie arbeitet Celina Wonneberger mit dem Phänomen des `Heilenden Feldes´. Vor allem in ihren ganzheitlichen Lebensberatungen vermittelt sie ihren Teilnehmern den Zugang zur Empfindung von Wohlbefinden und damit zu einem inneren Ort der Harmonie, der Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht bringt. Zum Info-Abend über dieses spannende Thema sind Interessenten am Freitag, 25.11., 20.30 Uhr, herzlich eingeladen. (ISA)

 




 

Das `Heilende Feld´.

Was ist ein `Heilendes Feld´? Beim Vortrag mit der Physiotherapeutin und Ganzheitlichen Lebensberaterin Celina Wonneberger erfahren Interessenten mehr über die phänomenalen Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich trägt und zu denen oft einfach nur der Zugang verbaut scheint.

Wertschätzung, Frieden, Freude, Ruhe und Gelassenheit sind Empfindungen, nach denen sich viele Menschen sehnen und die nach Celina Wonnebergers Erfahrung den Zugang zum `Heilenden Feld´ ermöglichen und damit zum eigenen natürlichen körperlichen, emotionalen und mentalen Gleichgewicht. „Die Lebensberatung ersetzt keine Heilbehandlung“, betont sie, „manchmal sind körperliche Beschwerden ein Anlass, genauer hinzuschauen: ein guter Zeitpunkt, etwas für sein Wohlbefinden zu tun.“

Sich den Zugang zum `Heilenden Feld´ zu erschließen, kann je nach Lebenssituation und erlerntem Verhaltensmuster eine Weile dauern: „Manchmal fehlt einem Klienten einfach die Erfahrung im achtungsvollen Umgang mit sich selbst“, beobachtet Celina Wonneberger, „sich anzunehmen schafft die Freiheit, sich in die Richtung zu entwickeln, in der eine konstruktive Lösung gefunden werden kann.“

Mit Wahrnehmungs-, Entspannungs- oder Energieübungen und einer akzeptierenden Haltung baut die Lebensberaterin ihren Klienten Brücken zu deren `Heilendem Feld´. „Manchmal braucht ein Impuls seine Zeit, bis er den Weg zum Verstand nimmt und der Klient eine Erkenntnis plötzlich zuordnen und formulieren kann“, so Celina Wonneberger, „deshalb empfehle ich aus Erfahrung oft, das Erlebte einfach mal wirken zu lassen.“ (ISA) 

Wann: Freitag, 25.11.2011, 20.30 Uhr
Eintritt: frei
Anmeldefrist: Donnerstag, 24.11.2011
 

 
   
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