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  Newsletter Ausage Nr 8 - Oktober 2011  
 

Inhalt

ERGOTHERAPIE      `Lebendige´ Struktur für Kinder

PHYSIOTHERAPIE      Ein Alltag mit neuen Grenzen und Chancen

LOGOPÄDIE      `Therapeutisches Klopfen´

FRAGE DES MONATS      Was ist ein Frontallappen?

VERANSTALTUNGSTIPP     27.10.: „Das Lichtspiel der Kristalle“

 
     

 

 
 

 
 

 

Biorhythmus:
Zur besten Zeit gelingen Hausaufgaben leichter.
 

   Aus der Ergotherapie-Praxis

`Lebendige´ Struktur für Kinder

Biorhythmus: Zur besten Zeit gelingen Hausaufgaben leichter.

Ein Interview mit Ergotherapeutin Maria Haenel

Struktur gehört zum Menschsein wie der tägliche Sonnenauf- und untergang. Manche Kinder brauchen mehr Unterstützung im Umgang mit Zeit, Ordnung und Regeln. Bei Maria Haenel sind sie gut aufgehoben: Denn die leitende Ergotherapeutin im Gesundheitszentrum vermittelt ihnen eine `lebendige´ Struktur. Im Interview mit Irisa S. Abouzari erläutert sie, was damit gemeint ist. (ISA)

 

 
 
 
 
 

Struktur macht Sinn,
wenn sie Sinn macht.

 
 
 




 

 
 
 


 

Spielen mit Grenzen:
Die innere Haltung zählt.

ISA: Brauchen Kinder Strukturen?
M. H. Der Sinn für Planungen, für das Treffen von Entscheidungen, für Multitasking und auch für Impulskontrolle entwickelt sich in der kindlichen Entwicklung relativ spät. Für Kinder sind Richtlinien ein Raster, das ihnen hilft, zu lernen, den Alltag zu gestalten. Wichtig ist mir allerdings die Vermittlung einer lebendigen Struktur.

ISA: Was verstehen Sie unter einer `lebendigen´ Struktur?
M. H: Zum Beispiel ist es mal sinnvoller, sich vor den Hausaufgaben auszutoben, mal setzt man sich besser gleich an den Schreibtisch. Für Kinder, die noch nicht die Körperspannung haben, um lange zu sitzen, kann es produktiver sein, die Hausaufgaben auf dem Bauch liegend zu erledigen.

ISA: Wie vermitteln Sie den Kindern als Ergotherapeutin lebendige Struktur?
M. H.: Lebendige Struktur berücksichtigt die Bedürfnisse eines Menschen. So gehe ich in den Therapien immer von der jeweiligen Situation des Kindes aus und gestalte mit ihm den Therapieablauf. Kommt ein Kind unruhig und aufgeregt zur Therapie, ist es sinnvoll, nach dem Motto `Störungen gehen vor´ zuerst dieses Problem zu lösen.

ISA: Wie kommunizieren Sie Regeln und Grenzen?
M. H.: Wenn ein Kind über eine Grenze geht, nutze ich je nach Situation und Kind verschiedene Kommunikationsformen. Dabei setze ich meine Körpersprache, meine Stimme und meine Mimik bewusst ein. Ich erkläre auch den Kindern, dass es Regeln gibt, zum Beispiel dass sie aus Sicherheitsgründen nicht klettern dürfen, wenn keine Matte unter dem Klettergerüst liegt.

ISA: Wie reagieren die Kinder darauf?
M. H.: Wichtig ist dabei meine innere Einstellung, meine Klarheit darüber, wo die Grenzen sind. Die Kinder merken das genau. Manche brauchen das Signal mehrfach... Unruhige Kinder werden oft durch Blickkontakt oder eine Berührung an der Schulter - die Stimulation des visuellen bzw. taktilen Sinns - wieder ruhiger und aufmerksamer.

ISA: Die einen rütteln an Strukturen, gibt es auch Kinder, die sich daran klammern?
M. H.: Ein seltenes und drastisches Beispiel: Es gibt Kinder, die in Panik geraten, wenn der Frühstückstisch mal anders gedeckt ist. Die Mutter versucht dann, diese starre Ordnung einzuhalten, damit das Kind ruhig ist.

ISA: Wie gehen Sie als Ergotherapeutin damit um?
M. H.: Ich frage mich, warum braucht das Kind eine so starre Struktur? Ist es in sich unsicher, weil es sich durch undeutliche Sinnesinformationen nur ungenügend wahrnimmt? Ich unterstütze diese Kinder zum Beispiel durch ein sensorisches Integrationsprogramm dabei, stabiler zu werden.

ISA: Was ändert sich für die Kinder, wenn sie lebendige Strukturen erleben?
M. H.: Struktur bietet Kindern Sicherheit. `Lebendige´ Struktur bietet ihnen den nötigen Freiraum, so dass es ihnen leichter fällt, sich an Regeln zu halten. Viele Kinder können sich auch länger konzentrieren.

 
     
 

Tipps für Eltern zur Vermittlung einer `lebendigen´ Struktur:

  • Bieten Sie Strukturen an: Ein fester Tagesablauf gibt Ihrem Kind Halt.
  • Seien Sie flexibel: So lernt Ihr Kind, dass Strukturen lebendig sind.
  • Seien Sie aufmerksam: Hält Ihr Kind sich wiederholt nicht an Regeln und Abläufe, gibt es Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen.
 
   

 

 

 
 
 
 
 

Neue Perspektiven:
Krankheit bietet Entwicklungschancen.

   Aus der Physiotherapie-Praxis

Ein Alltag mit neuen Grenzen und Chancen

Neue Perspektiven: Krankheit bietet Entwicklungschancen.

Mit Bewegungseinschränkungen konstruktiv umgehen

„Ich war doch nie krank!“ Für die meisten Menschen, die durch einen Unfall oder Schlaganfall plötzlich mit Bewegungseinschränkungen konfrontiert sind, ist das neue Leben zunächst ein Schock. Die leitende Physiotherapeutin Celina Wonneberger begleitet ihre Patienten dabei, die Situation realistisch einzuschätzen und den Fokus auf ihre Möglichkeiten zu setzen. Mit der Entdeckung der eigenen Ressourcen eröffnet sich oft wieder der Zugang zur persönlichen Lebensqualität. (ISA)

 

 
 

 
 

Realistischer Optimismus:
Ein erprobter Weg zur Genesung.

Krankheiten wie Brustkrebs, Schlaganfall oder Epilepsie ziehen für die Betroffenen häufig massive Bewegungseinschränkungen nach sich: „Oft hängt der Arm schlaff herunter oder er ist sehr angespannt, die Schulter ist immobil und die Einheit zwischen Wirbelsäule, Brustkorb und Schulter ist gestört“, berichtet Physiotherapeutin Celina Wonneberger. Vielen Patienten mit Gehproblemen fehlt der Bezug zu ihren Beinen und auch zum Boden.

„Warum ist das mir passiert?!“ Besonders Menschen, die durch einen Schlaganfall oder Unfall plötzlich an Bewegungsgrenzen stoßen, empfinden ihre neue Hilflosigkeit als traumatisch. Nach Celina Wonnebergers Erfahrung kann die motorische Verunsicherung zu sekundären Bewegungseinschränkungen führen. Auch das Beziehungsleben leidet häufig: Angehörige oder Freunde, die den Betroffenen versehentlich bevormunden, werden gemieden.

Behutsam führt die Physiotherapeutin ihre Patienten dahin, ihre Möglichkeiten und Grenzen einzuschätzen: „Wer zur Situation `ja´ sagt und dabei vor allem auf seine Möglichkeiten schaut, hat gute Chancen, gestärkt mit neuen Perspektiven aus der Situation `heil´ herauszukommen."

Menschen, die konstruktiv mit ihrer Krankheit umgehen, sind oft motivierter, ihr Leben wieder bewusst zu gestalten, emotionale Verletzungen loszulassen, Beziehungen wieder zu pflegen und sich wieder an der eigenen Bewegung zu erfreuen. (ISA)

 
   

 

 

 

 

 
 

Akupressur: Kinder können sich selbst helfen.

   Aus der Logopädie-Praxis

`Therapeutisches Klopfen´

 Akupressur: Kinder können sich selbst helfen.

Wenn Versagensangst den Transfer blockiert

Erfolg macht nicht automatisch glücklich: Kinder, die in der Therapiestunde längst das Stottern oder Lispeln abgelegt haben, trauen sich oft nicht, das Erlernte im Alltag anzuwenden und so im sozialen Umfeld aufzufallen. Dipl.-Päd. Marion Morfis vermittelt ihnen eine Akupressurtechnik, mit der sie die Stufen zur Bühne des Lebens mutiger betreten und das Erlernte gelassener präsentieren können. (ISA)

 

 
 
 
 

Sprachtherapie:
Erfolg setzt auch Reibung.

 

Ein 12jähriger Junge ist zum Geburtstag seines Großvaters eingeladen. Seine Familie kennt ihn als Stotterer. Er möchte sein neues Sprechmuster ausprobieren, das er in der Sprachtherapie gelernt hat. Er ist aufgeregt: Seine Eltern werden denken, `oh je, jetzt will er dem Opa selbst zum Geburtstag gratulieren, hoffentlich stottert er nicht´...

Kinder, die ihr Sprechverhalten verändern, bringen oft Bewegung in ihr Familiensystem mit seinen gewohnten Rollenzuschreibungen. Keine leichte Aufgabe für so manchen jungen Patienten, erläutert Diplom-Pädagogin Marion Morfis: „Die Sprachtherapie stellt auch eine pädagogische Herausforderung dar, denn es geht darum, dass der Therapieerfolg zur gelebten Normalität wird.“

Diese sogenannte Transferphase verlangt nach Erfahrung der Sprachtherapeutin Geduld und Fingerspitzengefühl, um Rückfällen vorzubeugen: „Wer sich mit einer neu erlernten Fähigkeit aufs soziale Parkett traut, leidet oft unter Versagensangst.“ Viele Kinder fallen ungern auf. Schon das Lob, `endlich kaum noch zu stottern´, kann ebenso verunsichern wie das spontan geäußerte Bedauern darüber, dass ein Kind , `nicht mehr so süß lispelt´.

Die Emotional Freedom Technique (EFT) kann Menschen durch das Klopfen bestimmter Akupressurpunkte zur Entspannung verhelfen. Marion Morfis vermittelt `therapeutisches Klopfen´ in Anlehnung an EFT mit Erfolg kleinen Patienten und deren Eltern in der Transferphase: „Die Kinder gehen gelassener durch die Prüfungen des Alltags, ihre Eltern unterstützen sie beim Üben und nutzen die Technik auch zur eigenen Entspannung.“ (ISA)

 
   
 

   Frage des Monats

Was ist ein Frontallappen?

 
   

 

 

 

 

 

Erhabene Schönheit:
Bergkristallgruppe.

 

   Der Veranstaltungstipp

27.10., 19:00 Uhr: „Das Lichtspiel der Kristalle“

Erhabene Schönheit: Bergkristallgruppe.

Ein Info-Abend mit Maria Haenel

Die meisten Menschen sind fasziniert von den Regenbogenfarben, in die ein Bergkristall hindurchscheinendes Sonnenlicht verwandelt. Neben ihrer Schönheit tragen Edelsteine und Kristalle Informationen, die der körperlichen, emotionalen und mentalen Gesundheit dienen können.  Maria Haenel vermittelt beim Info-Abend einen sinnlichen Zugang zur Kraft der Kristalle. (ISA)

 




 
 

Die Kraft der Edelsteine wahrzunehmen
kann man üben.

Schon seit langer Zeit finden Edelsteine ihren Einsatz als Heilsteine. In Heilschulen, die sich am indischen Yoga orientieren, werden sie einzelnen Energiezentren (Chakren) zugeordnet. In unseren Regionen entdeckte Hildegard von Bingen vor rund 1000 Jahren ihre heilsame Kraft. Heute werden Kristalle in der Wissenschaft und Technik benutzt, zum Beispiel als Speichermedium in Computern.

Ergotherapeutin und Lebensberaterin Maria Haenel nimmt Mineralien mit allen Sinnen wahr: „Viele Menschen sind berührt von der Farbenvielfalt und Schönheit der Kristalle, doch es ist auch möglich, sich spürend heranzutasten: Man nimmt sie in die Hand und sie fühlen sich hart oder weich, kalt oder warm an, manche Menschen empfinden dabei ein Kribbeln. Kristallklangschalen lassen die Qualität einzelner Kristalle sogar hörbar werden.“

In meditativen Abenden führt Maria Haenel ihre Teilnehmer dahin, die Kraft der Kristalle für sich zu erfahren. Auch in Einzelberatungen können Interessenten sich über die Beschäftigung mit zugeordneten Themen eigene Gefühls-, Denk- und Verhaltens-Strukturen bewusst machen und so einen Zugang zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit finden.

Beim Info-Abend am 27. Oktober erfahren Interessenten von Maria Haenel spannende Hintergründe über Kristalle, von denen einige auch zum Anschauen ausgestellt sein werden. (ISA)

Wann: Donnerstag, 27.10.2011, 19:00 Uhr
Eintritt: frei
Anmeldefrist: Mittwoch, 26.10.2011
 

 
   
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