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Inhalt

ERGOTHERAPIE     Spielen im Sommer mit Spaß und Sinn

PHYSIOTHERAPIE      Hinter dem Schutzpanzer liegt die Kraft

LOGOPÄDIE      Die Sätze klar im Kopf, die Laute kommen chaotisch

FRAGE DES MONATS      Was bedeutet „taktil“?

VERANSTALTUNGSTIPP      Healing Singing: Klingen mit allen Sinnen

 
     

 

 
 

 
 

 

Urlaub: Ein Paradies auch für die kindliche Entwicklung.

 

   Aus der Ergotherapie-Praxis

Spielen im Sommer mit Spaß und Sinn

Logopädie: Psychologie fördert den Therapieprozess.

So können Eltern ihre Kinder in den Ferien fördern

Sommerzeit, Urlaubszeit: Wertvolle Wochen für Familien, mehr miteinander zu kommunizieren und zu spielen. Vom Spaziergang bis zum Strandgedicht: Leiterin des Bereichs Ergotherapie Maria Haenel gibt im Gespräch mit Redakteurin Irisa Abouzari Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder in den Ferien gezielt fördern können, welche Spiele sich für lange Autofahrten und verregnete Nachmittage eignen und wann eine ergotherapeutische Unterstützung empfehlenswert ist. (ISA)

 

 
 
 
 
 
 

Abenteuer Spaziergang: Die Natur bietet viele Inspirationen.

 

 
 
 
 
 
 

 


Angst vor dem Klettern? Ergotherapie kann guttun.

ISA: Welche Spiele am Strand empfehlen Sie als Ergotherapeutin?
M.H.: Zum Beispiel können Kinder ihre Füße im Sand eingraben oder mit geschlossenen Augen Muscheln und andere Gegenstände mit den Füßen erspüren. Das fördert den Tastsinn und die Körpereigenwahrnehmung. Muschel-Mandalas zu legen stärkt die Feinmotorik und die Konzentration. Schreiben im Sand fördert Kinder, die Schwierigkeiten mit der Schreibmotorik haben. Die großen Buchstaben sind auch gut lesbar.

ISA: Nicht bei allen Kindern beliebt sind ja die Familienspaziergänge...
M. H.: Kinder finden gemeinsame Spaziergänge oft interessanter, wenn ihre Phantasie angeregt wird, zum Beispiel indem sie durch imaginäre Flüsse waten. Kinder, die die Wanderkarte mitlesen dürfen, trainieren ihren Orientierungssinn.
Beruhigend  und  zentrierend ist es, einen Quadratmeter Erde zu beobachten und zu schauen, was da so alles krabbelt. Blätter, Muscheln und Steine für ein Fühl-Memory zu sammeln macht Spaß, trainiert die selektive Wahrnehmung und man hat gleich ein Spiel für Regentage.

ISA: Wie können Familien ihre gemeinsame Ferienzeit optimal nutzen?
M. H.: Für viele Kinder ist es wichtig, auch in den Ferien eine Struktur zu haben. Ohne einen klaren Tagesplan werden sie schnell unruhig. Günstig ist es, bewusste Ruhephasen einzubauen und nicht jede Sekunde zu verplanen.
Gemeinsam zu kochen trainiert das Bewusstsein für Struktur und Handlungsplanung, stärkt das Selbstvertrauen und das Ergebnis schmeckt dann umso besser.

ISA: Wie können Eltern feststellen, dass ihrem Kind Ergotherapie guttun könnte?
M. H.: Grundsätzlich können Eltern darauf vertrauen, dass ihr Kind sich von selbst die Spiele aussucht, die seine Entwicklung fördern und die ihm entsprechen. Therapiebedarf kann allerdings bestehen, wenn das Kind beispielsweise vermeidet zu malen und zu klettern oder es Spiele oft abbricht.
Die therapeutischen Spiele stimme ich dann genau auf den Entwicklungsstand des Kindes ab, so dass es Schritt für Schritt weiterkommt und zum Beispiel seine Angst vor dem Klettern auflöst.

ISA: Wie können Eltern ihren Kindern Regentage und lange Autofahrten erleichtern?
M. H.: Kinder können ein Schiffchen bauen und es später in der Pfütze schwimmen lassen oder einen Kuchen backen, beides trainiert die Motorik und die Handlungsplanung.
Im Auto gemeinsam zu singen macht Spaß, es harmonisiert angespannte Momente und fördert die ganzheitliche Entwicklung. 

 
     
 

So fördern Sie in den Ferien die Entwicklung Ihres Kindes:

  • Gehen Sie in die Natur: Ein Abenteuerspaziergang ist ein Paradies für die Sinne.
  • Erstellen Sie Tagespläne mit Ruhephasen: Struktur tut Kindern gut.
  • Singen Sie zusammen: Musik fördert die Intelligenz und schafft gemeinsame Momente der Freude.
 
   

 

 

 

 
 
 

Stressmanagement: Wer die Mitte spürt, kommt eher ins Lot.

   Aus der Physiotherapie-Praxis

Gestaute Gefühle: Hinter dem Schutzpanzer liegt die Kraft

Geschafft! Handwerk stärkt auch das Selbstbewusstsein.

Gelöste Emotionen können auch den Körper ins Lot bringen

Das körperliche Gleichgewicht ist eine komplexe Angelegenheit und wird auch von Emotionen beeinflusst. Celina Wonneberger, Leiterin des Bereichs Physiotherapie im Gesundheitszentrum, begleitet ihre Patienten auf dem Weg in die Balance auch dabei, Verspannungen zu lösen, die eigene Körpermitte wahrzunehmen und in die emotionale Ausgeglichenheit zu finden. (ISA)

 

 
 
 
 
 

Wer extremen Anforderungen entsprechen will, kann sich aus der Balance bringen.

Jeder Mensch möchte sich in seiner Mitte fühlen. Doch wo ist diese Mitte überhaupt? Alles eine Frage der Sichtweise, erläutert die leitende Physiotherapeutin Celina Wonneberger: „Die anatomische Körpermitte befindet sich genau zwischen Ferse und Scheitel. Die physiologische Körpermitte sitzt im Gleichgewicht zwischen oben und unten. Die gefühlte Mitte wird subjektiv empfunden, wenn man sich im Lot fühlt.“

Basis in der Physiotherapie ist die Kräftigung der physiologischen Mitte. Nach Celina Wonnebergers Erfahrung beeinflusst jedoch auch die gefühlte Mitte den Therapieprozess: „Menschen, die extremen Anforderungen entsprechen wollen, entwickeln häufig einen Brustpanzer mit schmerzhaften Folgeerscheinungen und es kann sein, dass sie die eigene Mitte nicht mehr spüren.“

Wer wieder in seine Mitte kommen möchte, braucht oft Geduld: Behutsam begleitet die Physiotherapeutin ihre Patienten dahin, mit den Schmerzen umzugehen und die dabei aufkommenden Gefühle zuzulassen. Mit dem Spüren dieser Gefühle kommt oft die gefühlte Mitte wieder ins Gleichgewicht. „Wünscht ein Patient in diesem Prozess, Lebensthemen für sich zu klären, biete ich meine Unterstützung in gesonderten Beratungssitzungen an“, so Celina Wonneberger.

Menschen, die ihre Mitte spüren, gehen flexibler und lösungsorienterter mit angespannten Situationen um. Celina Wonneberger sieht im Umgang mit der gefühlten Mitte im Alltag auch eine Möglichkeit, ein schmerzfreieres, gelösteres und auch souveräneres Leben zu führen. (ISA)

 
   

 

 

 


 

 

Kommunikation: Sprache baut Brücken für Beziehungen.

   Aus der Logopädie-Praxis

Die Sätze klar im Kopf, die Laute kommen chaotisch

 Bewegungsfreude: Im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten.

Therapieerfolge bei Entwicklungsdyspraxie

Sie kommunizieren, doch kaum jemand versteht sie: Kinder mit einer Entwicklungsdyspraxie würfeln Laute, Silben und Wörter durcheinander. Dabei haben sie einen genauen Plan darüber, was sie mitteilen möchten. Keine leichten Voraussetzungen, um Freunde zu finden und in der Schule mitzukommen. Logopädin Sonja Schmitz macht gute Erfahrungen mit einem Therapieprogramm, das auf Wiederholungen basiert. (ISA)

 

 
 
 

 
 

m-a-m-a-m-a-m-a...: Lautwiederholungen bahnen den Erfolg

 

Ein Kind mit der Diagnose Entwicklungsdyspraxie ist kaum zu verstehen: „Es weiß, was es  sagen  will, und  kann  die  Laute einzeln aussprechen, doch die Umsetzung in Wörtern und Sätzen ist gestört“, erläutert Logopädin Sonja Schmitz. Charakteristisch ist das inkonstante Fehlerprofil. Oft merkt das Kind auch selbst nicht, ob es einen Laut falsch ausgesprochen  hat.  Es  folgen  Hänseleien,  das  Kind isoliert sich und vermeidet zu sprechen.

Gute Erfahrungen macht das Logopädie-Team im Gesundheitszentrum mit einem niederländischen Therapieansatz, der die Planung und Ausführung von Sprechbewegungen stärkt, indem das Kind ausgewählte Laute in ansteigenden Schwierigkeitsstufen achtmal ausspricht. „Diese hohe Wiederholungsfrequenz des angestrebten Musters erweist sich als höchst wirksam", berichtet die Leiterin des Bereichs Logopädie Marion Morfis.

In der Therapie fährt das Kind mit einem Spielzeugauto über Bildkarten, die für bestimmte Laute stehen, und spricht den jeweiligen Laut aus. Wenn es zum Beispiel ein i mit einem o verwechselt hat, fängt die Fahrt wieder von vorne an. „Das stärkt die Eigenwahrnehmung", erklärt Sonja Schmitz, „das Kind erkennt, was es falsch macht und warum.“

Wer seine Fehler erkennt, kann sie leichter korrigieren. Vielleicht ziehen die Kinder das Programm deshalb in der Regel ehrgeizig durch: „Sie spüren einfach, dass es ihnen guttut“, so Sonja Schmitz. Das Ziel ist die Mühe wert: Denn vor dem Lesen- und Schreibenlernen geht es den Kindern vor allem darum, endlich soziale Kontakte zu knüpfen. (ISA)

 
   
 

   Frage des Monats

Was bedeutet „taktil“?

Klicken Sie bitte auf die Antwort, die Sie für richtig halten:

1.  Dirigentenstab  |  2. oberflächensensibel  |  3.  Sekundenzeiger

 
   

 

 

 

 
 

 

„Healing Singing“: das Herz in der eigenen Stimme entdecken.

 

   Der Veranstaltungstipp

„Healing Singing: Klingen mit allen Sinnen“

Klang der Stimme: eine spannende Reise nach Innen.

Vortrag mit Maria Haenel am Do., 28. Juli, 19:00 Uhr

Musik tut gut: Körper, Geist und Seele reagieren auf Klang. Maria Haenel, Seminarleiterin für Healing Singing (nach Callista Janzing), lässt in ihrem Vortrag die vielfältigen Erfahrungen anklingen, die mit Gesang möglich sind: Von erweiterten Sinnneswahrnehmungen zu ganzheitlichem Stressmanagement, von der Persönlichkeitsentwicklung zur bewussten Kommunikation mit Herz. (ISA)

 

 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

„Ein guter Gesang wischt den Staub vom Herzen.“ Christoph Lehmann

„Man kann den Klang genießen, ihn fühlen, spüren, riechen, schmecken und sehen.“ Maria Haenel, leitende Ergotherapeutin im Gesundheitszentrum und Seminarleiterin für Healing Singing, lädt Menschen, die gerne singen und offen für besondere Klangerfahrungen sind, zum Vortrag über Healing Singing (nach Callista Janzing) ein.

„Die Methode Healing Singing ermöglicht dem Singenden, sich im Klang zu spüren und bewusst wahrzunehmen“, erklärt Maria Haenel, „das Hinspüren in den Klang bewirkt eine Zentrierung in sich selbst und man kommt zur Ruhe.“

Entsprechend eignet sich Healing Singing für die Stressbewältigung: „Es ist gleichzeitig entspannend und tonisierend“, so Maria Haenel, „die Schwingung aktiviert auch das Gewebe. Das wirkt entschlackend und stärkt das Wohlbefinden.“

Die ganzheitliche Lebensberaterin begleitet ihre Teilnehmer in Einzelsitzungen und Seminaren auch auf dem Weg der persönlichen Entwicklung: „Gefühle, wie zum Beispiel Unsicherheit, können sich im Klang zeigen und lösen. Im Klingen ist es leichter möglich, sich so zu akzeptieren, wie man ist, den Sinn in Erfahrungen zu erkennen und in Frieden mit sich zu gehen.“

Auch die individuelle Klangqualität der Stimme kann sich durch Healing Singing verändern, stellt Maria Haenel fest: „Man kommt sich selbst nahe. Wer sich im Klang spürt und annimmt, berührt sich im Herzen. Dieses Berührtsein wirkt sich auch auf die Sprechstimme aus: Kommunikation mit Herz kann man hören.“ (ISA)

Vortrag „Healing Singing“: Donnerstag, 28. Juli 2011, 19:00 Uhr
Anmeldung: bis Mittwoch, 27. Juli 2011
Eintritt frei

 
   
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