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ERGOTHERAPIE      Ein Ausweg für Spielverderber und Angsthasen

PHYSIOTHERAPIE      Gesunde Haltung, fit im Büro

LOGOPÄDIE   Computergestützte Stimmtherapie

FRAGE DES MONATS      Was ist Propriozeption?

VERANSTALTUNGSTIPP      Ein Puppenspiel, das Mut macht

 
     

 

 

 

 

 

 

Schneller, höher, weiter... Reizüberflutung im Gehirn?

 

   Aus der Ergotherapie-Praxis

Ein Ausweg für Spielverderber und Angsthasen

Bei lauten Kindern sollten Eltern hellhörig werden

Wie sensorische Integrationstherapie das kindliche Sozialverhalten fördern kann

Die einen wollen ständig schneller sein als ihre Spielkameraden. Die anderen halten sich stets ängstlich zurück. Wer immer Sieger sein will oder immer die Verlierer-Karte zieht, bei dem sind Konflikte im Alltag vorprogrammiert. Maria Haenel, Leiterin des Bereichs Ergotherapie, bietet einen Weg an, der aus den stereotypen Handlungsmustern heraus führen kann: Die Integration der Basissinne ist ein wichtiger Schlüssel zur Organisation der kindlichen Reizverarbeitung im Gehirn. (ISA)

 

 

 

 

 

Wer sich selbst spürt, kann seine Kraft dosieren. Das Sinnestraining beginnt schon im Mutterleib.

 

 

  

Ungebremst oder unsicher: Ein unausgeglichener Gefühlshaushalt kann die Folge einer Reizüberflutung im Gehirn sein.

Kinder, die immer gewinnen wollen, ecken an, verwickeln sich in Konflikte und haben es nicht leicht, Freundschaften zu schließen und in Schule und Alltag zurechtzukommen. Bei Maria Haenel, Leiterin des Bereichs Ergotherapie im Gesundheitszentrum, finden sie Verständnis, das auf langjähriger Erfahrung beruht: „Oft sind unter anderem der Gleichgewichtssinn, der Tastsinn und die Körpereigenwahrnehmung noch nicht vollständig integriert.“

Die Basissinne helfen dabei, sich zu orientieren. Sie entwickeln sich bereits in der Schwangerschaft. Besonders wichtig ist der proriozeptive Sinn, der den taktilen und den vestibulären Sinn reguliert: Über festen Druck entwickelt das Kind ein Gefühl für die Stellung der Gelenke, die Dosierung seiner Kraft, für die Bewegungsplanung und für sein Gleichgewicht.

Kinder mit einem unausgereiften Gleichgewichtssinn haben oft eine niedrige Muskelspannung und versuchen, diese aufzubauen, indem sie sich besonders viel bewegen. Doch wenn gleichzeitig die Körpereigenwahrnehmung noch nicht sehr ausgeprägt ist, wird das kindliche Gehirn von Gleichgewichtsreizen überflutet.

Ist das System überlastet, werden viele Kinder unruhig, laut und grenzüberschreitend. Andere reagieren ängstlich und überfordert. Einigen Kindern ist jede zarte Berührung zuviel, auch die der eigenen Mutter.
Im Elterngespräch erforscht Maria Haenel, wie das Kind bisher mit seinem Sinnessystem umging: „Musste es zum Beispiel als Baby eher festgehalten oder geschaukelt werden, um sich zu beruhigen?“

Die Therapiephase können Eltern mit unterstützen, indem sie ihr Kind zuhause besonders achtsam und klar begleiten. Maria Haenel bietet den kleinen Patienten spielerisch gezielte Sinnesreize an: Zum Beispiel bei einem `Bad´ in der Kirschkerntonne oder beim Klettern werden der Tastsinn und die Körpereigenwahrnehmung gefördert, beim Schaukeln der Gleichgewichtssinn.

Geführte Spiele zu zweit trainieren gleichzeitig die Sinne und das Sozialverhalten: Manchmal lassen Maria Haenel und Mitarbeiterin Bettina Theisel zwei Kinder beispielsweise miteinander schaukeln. „Wenn ein Kind aus Angst zu wenig Schwung gibt, lernt es, sich mehr einzusetzen“, beobachtet Maria Haenel, „das andere Kind, das bisher Schwächere übervorteilt hat, lernt, dass die Schaukel besser in Schwung kommt, wenn es sich mehr auf das ängstliche Kind einstellt.“ (ISA)

 
     
 

Das macht Spaß und stärkt die kindliche Körpereigenwahrnehmung

  • Rollen Sie Ihr Kind fest in eine Decke ein.
  • Lassen Sie Ihr Kind Teig kräftig kneten oder versteckte Überraschungen in Knete entdecken.
  • Erlauben Sie Ihrem Kind, auch einmal zwei bis drei Kaugummis auf einmal zu kauen.
 
   

 

 

 

 

 

Mehr Ausdauer im Beruf: Der Körper mag Pausen und Bewegung.

   Aus der Physiotherapie-Praxis 

Gesunde Haltung, fit im Büro

Aufgepasst! Ein gutes Körpergefühl stärkt die Konzentration

Ein flexibles Gleichgewicht bringt Ausdauer und Gelassenheit

Büroangestellte und beispielsweise Friseure haben eins gemeinsam: Ihr Berufsalltag bringt die Anforderung mit sich, viele Stunden am Tag zu sitzen oder zu stehen. Ein schmerzhafter Haltungsschaden kann die Folge sein.
Celina Wonneberger, Leiterin des Bereichs Physiotherapie, begleitet ihre Patienten aus eingefahrenen Gewohnheiten in eine flexible Stabilität. Mehr Freude und Flexibilität im Alltag können die angenehmen Nebenwirkungen sein. (ISA)

 

 

 

  

„Es kommt darauf an zu entdecken, dass Haltung etwas Flexibles ist.“
Celina Wonneberger
 

Wer im Berufsalltag ununterbrochen sitzt oder steht, kann sich einen Haltungsschaden zuziehen. Dabei ist es auch für Büroangestellte oder Friseurinnen möglich, gesund zu bleiben: „Wichtig ist es, für ausgleichende Bewegungen zu sorgen“, empfiehlt Celina Wonneberger, leitende Physiotherapeutin im Gesundheitszentrum.

In der Therapiephase unterstützt sie ihre Patienten dabei, eine Struktur in ihrer Körperhaltung zu finden, die ihnen entspricht. So gelingt es den Patienten, sich klar aufzurichten und ein Bewusstsein für die eigene Körpermitte sowie einzelne Körperabschnitte zu entwickeln. „Es kommt darauf an zu entdecken, dass Haltung flexibel ist“, erklärt sie, „im Grunde balancieren wir uns ständig aus, sind also ständig in Bewegung.“

Wer seine ihm eigene Haltung wiederentdeckt, der tut dies in kleinen Schritten: „Mit jeder Sicherheit, die der Patient gewinnt, erfährt er sich jedes Mal neu“, beobachtet Celina Wonneberger im Praxisalltag, „diese neue Erfahrung stabilisiert das neu gefundene Fundament.“

Die neue Einstellung zur inneren Körperstruktur bietet gleichzeitig auch die Chance, flexibel und optimistisch mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen. (ISA)

 
   

 

 

 

 

 

So bleibt die Stimme
frisch: Logopädie für Berufssprecher.

   Aus der Logopädie-Praxis

Computergestützte Stimmtherapie

 Verspannungen können wehtun. Ein stabiler Stand kann helfen.

Erfolge mit dem phonetischen Sprach- und Stimmanalyseprogramm Praat

Silvia Kirschbaum-Vermiert bringt wie die meisten Logopäden ein gutes Gehör und eine geschulte Wahrnehmung mit in den Beruf. Doch wer sich wie sie auch auf technische Unterstützung einlässt, dem bietet das Sprach- und Stimmanalyseprogramm Praat vielfältige Möglichkeiten. Chefin Marion Morfis ist zufrieden mit dem Erfolg. (ISA)

 

 

 

 

Eine Software, die Auffälligkeiten in der Stimme auch sichtbar macht.

Logopädie am Computer: Diese Vorstellung erscheint noch ungewohnt. „Immer mehr Praxen öffnen sich für den Einsatz von Technik“, beobachtet Marion Morfis, Leiterin des Bereichs Logopädie im Gesundheitszentrum. Mitarbeiterin Silvia Kirschbaum-Vermiert ist Spezialistin für die Stimmtherapie mit Erwachsenen. Dabei nutzt sie das phonetische Analyse-Programm Praat.

Die Software stellt Sprachaufnahmen auch optisch dar und gibt exakten Aufschluss über Auffälligkeiten in der Stimme wie einen großen Geräuschanteil, der sich beispielsweise bei Lehrern zeigt, die ihre Stimme bis zur Heiserkeit überanstrengt haben. Bei Patienten mit organischen Stimmstörungen wie Multiple Sklerose macht das Programm zum Beispiel die Aussetzer des typischen Stimmzitterns sichtbar.

Der Computer ersetzt nicht den erfahrenen Logopäden und damit eine sensible Wahrnehmung: „Ein schwacher Tonus in den Stimmlippen spiegelt sich zum Beispiel auch in der Körperhaltung wider“, erklärt Silvia Kirschbaum-Vermiert. Die eigentliche Therapie besteht aus Atem-, Ganzkörper- und Stimmübungen.

Den Therapieerfolg spüren die Patienten nicht nur, er kann auch durch den Vergleich alter und neuer Sprachaufnahmen dokumentiert werden. Marion Morfis ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Durch diese Feed-Back-Möglichkeit wird unsere Arbeit auch im Austausch mit beteiligten Ärzten objektiver nachvollziehbar.“ (ISA)
 

 
   
 

   Frage des Monats

Was ist Propriozeption?

Klicken Sie bitte auf die Antwort, die Sie für richtig halten:

1. Drehgeschwindigkeit  | 2. Eigenwahrnehmung  | 3. Propellereinheit

 
   

 

 

 

 

 

Mutmach-Duo: Künstlerin Lalinea Ulrike Müller und Puppe Rudi.

 

   Der Veranstaltungstipp

Ein Puppenspiel, das Mut macht

Pianist Sharon Lars Steffens im Gesundheitszentrum

Künstlerin Lalinea Ulrike Müller am 30. April im Gesundheitszentrum

Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren können sich am 30. April um 17:00 Uhr eine große Packung Mut abholen: In ihrem neuesten Handpuppenspiel vermittelt die Theologin, Autorin und Künstlerin Lalinea Ulrike Müller spielerisch, wie aus einem frustrierten „Ich kann das nicht.“ ein selbstbewusstes „Macht nichts – kannste lernen.“ werden kann. Gastgeberin Maria Haenel, Leiterin des Bereichs Ergotherapie, freut sich auf die kleinen Gäste und ihre Eltern, Erzieher und Lehrer. (ISA)

 

 

 

 

 

„Auch in der Ergotherapie setzen wir Handpuppen ein.“ Maria Haenel
 

 

„Ich kann das nicht.“ „Macht nichts - kannste lernen.“ So heißt das Motto des Handpuppenspiels, mit dem Lalinea Ulrike Müller Kindern Mut machen will. Die Theologin, Autorin und Künstlerin schreibt seit vielen Jahren Stücke für Puppenspiele: „Ich möchte bei Kindern das Verständnis für sich selbst und andere wecken“, erklärt sie. Mit auf der Bühne sind ein bis zwei Handpuppen: „Mehr Hände habe ich leider nicht“, bedauert sie augenzwinkernd.

Ihr neues Stück führt sie am Samstag, 30. April, 17:00 Uhr, im Gesundheitszentrum vor. „In der Therapie setzen wir ebenfalls Handpuppen ein“, erläutert Gastgeberin Maria Haenel, Leiterin des Bereichs Ergotherapie, „im Spiel mit den Puppen ist es leichter, Kontakt zu den Kindern aufzunehmen und auch mal Schwieriges anzusprechen.“

Obwohl die Angst zu versagen ein ernstes Thema ist, werden Spaß und Unterhaltung nicht zu kurz kommen: „Ich möchte Schweres leicht machen und Freude verbreiten“, schmunzelt Lalinea Ulrike Müller.

Eingeladen sind Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren und ihre Eltern sowie Erzieher, Lehrer und andere Interessierte. (ISA)
 

Maximale Teilnehmerzahl: 30 Kinder sowie ihre Eltern
Anmeldefrist:
Sonntag, 24. April
Einlass: ab 16:30 Uhr

 

 

 
   
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